Kurzinfo zur Aktion: Transparenz Jetzt!

TRANSPARENZ JETZT! FÜR GESELLSCHAFTLICHE UNTERNEHMENSVERANTWORTUNG

Egal ob Luxuskonzern oder Discounter: Immer sind Unternehmen verantwortlich für die Verletzung von Arbeitnehmerrechten und Umweltschäden. Zugleich drücken sie die Preise bei ihren Lieferanten, während sie in ihren Hochglanzbroschüren soziale und ökologische Werte beschwören.

Hungerlöhne, Umweltschäden und Korruption

Hungerlöhne, unbezahlte Überstunden und Umweltschäden sind keine Einzelfälle und keine Randerscheinungen bei der Produktion von Waren, die täglich in den Regalen von Supermärkten und anderen Unternehmen angepriesen werden. Auch im deutschen Einzelhandel verdrängen zunehmend Niedriglohn- und Minijobs die regulären Arbeitsverhältnisse. Doch die Verbraucher/innen erfahren davon kaum etwas, denn die meisten Unternehmen informieren in ihren Berichten zu Nachhaltigkeit und Unternehmensverantwortung nicht über diese Dinge. Ebenso wenig berichten sie über ihre Lobbyaktivitäten und darüber, wie viel Steuern sie in welchem Land zahlen – problematische Finanztransaktionen über Steueroasen zwischen Konzerntöchtern bleiben so verdeckt. Korruptionsfälle gelangen höchstens zufällig an die Öffentlichkeit.

Hochstapelei der Unternehmen

Die Metro-Gruppe wirbt: „Wir sind besonders nachhaltig. Und das besonders nachhaltig“, informiert in ihren Berichten jedoch nicht über die Entlohnung der der Landarbeiterinnen in Indien, die für Metro Obst und Gemüse ernten. Deren Löhne liegen teilweise sogar unter der Armutsgrenze.

Im Frühjahr 2010 zog Lidl aufgrund einer Klage und des daraus entstandenen öffentlichen Drucks irreführende Werbung zurück: Lidl verpflichtete sich, nicht weiter mit sozialem Verhalten und der Mitgliedschaft in einer Initiative für soziale Unternehmensverantwortung (BSCI) zu werben. Denn die Kläger/innen konnten nachweisen, dass Lidls Waren in Bangladesch für einen Hungerlohn unter Verletzung von Sozialstandards hergestellt wurden.

Auch dem Konkurrenten Aldi dient BSCI als Feigenblatt zur Verschleierung der Arbeitsbedingungen in seinen Zulieferbetrieben. Über die besten Schnäppchen informiert Aldi in seitenlangen Anzeigen und Prospekten, Informationen über Arbeitsbedingungen und Umweltschutz bleiben jedoch ein Geheimnis, und das große Netz der Zulieferer wird nicht offengelegt.

Transparenz? Fehlanzeige!